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Für den Fall, dass es in einem Kernkraftwerk zu
einem Unfall kommt, wurden seit Jahren vom Bund und den Ländern
vorsorglich zum Schutz der Bevölkerung
Jodtabletten bereitgehalten. Diese wurden Ende 2004 durch wirksamere Tabletten
ersetzt.
Die Einnahme der Tabletten bei einem
kerntechnischen Unfall wird für Menschen bis 45 Jahre empfohlen, da bei älteren
Personen das Risiko von Nebenwirkungen größer ist, als der Schutz vor möglichen
Strahlenschäden.
Um sicherzustellen, dass die Tabletten innerhalb
von wenigen Stunden nach der Freisetzung von radioaktivem Jod eingenommen
werden können, gibt es Planungen für verschiedene Entfernungsbereiche um die
Kernkraftwerke.
Die Stadt Reutlingen liegt im Bereich zwischen 25-
und 100 km um das nächste Kernkraftwerk. Jodtabletten werden in diesem Bereich
erst im Bedarfsfalle nach ausdrücklicher amtlicher Aufforderung ausgegeben.
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