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Silvester - Viel los in der Neujahrsnacht in der Integrierten Leitstelle - Neuer Rekord bei Aktionen



Ein Bericht aus dem Reutlinger General-Anzeiger vom 02.01.2008
Von Dieter Reisner

REUTLINGEN. Er erinnert sich noch gut an die Zeiten ohne Computer. Seit knapp 30 Jahren sitzt Georg Pollich in der Leitstelle und disponiert den Rettungsdienst. »Mir ist nichts Menschliches fremd«, sagt der 54-Jährige über seinen Berg an spannenden Erfahrungen mit dem Leid seiner Mitmenschen.

Magische Grenze

Aber die Zahl am letzten Tag des Jahres erstaunte den Rettungsassistenten denn doch. 60 036 Mal griffen er und seine elf Kollegen im abgelaufenen Jahr zum Hörer oder zum Funkgerät. Genau um 19.33 Uhr am Montagabend durchbrach ausgerechnet ein Fehlanruf (»auch den müssen wir entgegennehmen«) die magische Grenze der Tätigkeiten, die auf der Leitstelle gemacht werden.

Mit seinem Kollegen Martin Schaal von der Feuerwehr war der gelernte Elektromechaniker in der Silvesternacht Dreh- und Angelpunkt für die Hilfskräfte. Ruhig, besonnen immer mit einem offenen Ohr für die Probleme der Anrufer brachten sie den schwierigen Dienst in der Neujahrsnacht über die Bühne.

Vor allem von zwölf bis ein Uhr und in den frühen Morgenstunden sind ihre Routine, fachliches Können, Geistesgegenwart, gesunder Menschenverstand, schnelles Handeln und vor allem Gelassenheit gefragt. Dann folgt ein Anruf auf den Nächsten.

Aufgeregte Meldungen über Opfer von Schlägereien, Anrufe von Menschen mit Kreislaufproblemen oder Einsamkeit, der Hausnotruf, der ärztliche Notdienst und vor allem immer wieder Nachrichten über alkoholisierte Jugendliche laufen bei ihnen zusammen.

36 Mal schickten die beiden Helfer den Rettungsdienst in zehn Stunden auf Fahrt. Aber im Gegensatz zum vorigen Jahr brach das Funknetz nicht zusammen, und alle Einsätze gingen in den ersten Stunden des neuen Jahres glatt über die Bühne. (diet)



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