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Letztes Geleit für den Reutlinger Altbürgermeister

REUTLINGEN. Ehefrau und Familie des mit 88 Jahren verstorbenen Karl Guhl mussten Abschied nehmen: Auf dem Friedhof Römerschanze wurde der Reutlinger Altbürgermeister gestern Mittag beigesetzt. Zahlreiche Trauergäste waren gekommen, darunter Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung vom Landrat bis zu den Bundestagsabgeordneten Dieter Hillebrand und Ernst-Reinhard Beck.

Dekan Robert Widmann hielt die Predigt in der Feierhalle des Friedhofs und würdigte den ehemaligen Finanz- und Ersten Bürgermeister als einem Mann, der »seine Kompetenz und sein Herz« auch nach seinem Ruhestand dem Gemeinwesen zugute kommen ließ. Wie viele Spuren des gebürtigen Oberndorfers nach seinem Tode in der Stadt zu finden sind, daran erinnerte Bürgermeister Robert Hahn in seiner Rede. »Er hat das Gesicht der Stadt nach dem Kriege mitgeprägt.« Als Bürgermeister, als GWG-Geschäftsführer und in vielfältigen anderen politischen Funktionen habe das SPD-Mitglied wegweisende Entscheidungen getroffen und mitgetragen.

Ein Macher sei Guhl gewesen, für den die Aufbruchszeit nach dem Kriege wie gemacht war, hob Hahn hervor und brachte den Verlust auf einen Nenner: »Wir haben einen bedeutenden Menschen verloren.« (igl)

       

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