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Abschlussergebnisse der Aktion Rauchmelder

Die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg sammelte im Verlauf des Jahres 2006 Einsatzberichte über Brände, bei denen Rauchmelder nachweislich dazu beigetragen haben, Sachgüter und Menschenleben zu schützen. Die Ergebnisse der Aktion werden in diesem Bericht dargestellt.

Insgesamt sind 23 Einsatzberichte bei der LFS eingegangen. Das Einsatzspektrum reicht von angebranntem Essen mit Sachschaden bis hin zu Wohnungsbränden mit mehreren geretteten Personen.

Die Berichte unterstreichen eindrucksvoll die Wichtigkeit von Rauchmeldern. Mehrfach wurde über Situationen berichtet, in denen ohne Rauchmelder mit hoher Wahrscheinlichkeit Menschen ernsthaft zu Schaden gekommen wären. Erwartungsgemäß war dies insbesondere bei Bränden in den Nachtstunden der Fall. Bei vorhandenen Rauchmeldern konnten sich die Bewohner in der Regel bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr unverletzt oder mit leichten Rauchgasvergiftungen selbst in Sicherheit bringen.

In einigen Fällen wurde das Auslösen des Rauchmelders in Nachbarwohnungen wahrgenommen und die Feuerwehr konnte frühzeitig alarmiert werden, obwohl sich in der Brandwohnung niemand aufhielt. Auch die Installation von Rauchmeldern im Treppenraum eines Mehrfamilienhauses hat in einem Fall für die Warnung zahlreicher Bewohner und die schnelle Alarmierung der Feuerwehr gesorgt.

Erfreulicherweise hat sich die Installation von Rauchmeldern inzwischen auch bei der älteren Generation durchgesetzt. Diese Personengruppe benötigt körperlich bedingt oft längerer, um sich über die baulichen Rettungswege in Sicherheit zu bringen. Eine Rettung über tragbare Leitern ist hier oft schwierig. Daher ist eine frühzeitige Warnung durch einen Rauchmelder besonders wichtig.

In sozialen Einrichtungen zur Betreuung von Behinderten und in Kindergärten haben Rauchmelder inzwischen ebenfalls Verbreitung gefunden. Brandmeldeanlagen sind dort baurechtlich nicht vorgeschrieben und meist auch nicht finanzierbar. Der Einbau von Rauchmeldern verursacht jedoch nur geringe Anschaffungs- und Betriebskosten und ist daher auch für solche Einrichtungen erschwinglich.

Die optimale Schutzwirkung durch Rauchmelder tritt nur ein, wenn sich die betroffenen Personen bei Auslösung eines Rauchmelders richtig verhalten. Eine qualifizierte Beratung durch die örtliche Feuerwehr ist also gefragt. Dabei spielt auch die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen durch die Feuerwehr eine wichtige Rolle.

Die Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg bedankt sich bei den Feuerwehren, welche die Aktion Rauchmelder durch die Einsendung von Einsatzberichten unterstützt haben.

Einsatzberichte Rauchmelder schützen Sachwerte und Menschenleben

22.01.2006

Pfinztal-Karlsruhe

Wohnungsbrand

24.01.2006

Neckarsulm

Zimmerbrand

25.01.2006

Essen

Wohnungsbrand

01.02.2006

Tuttlingen

Küchenbrand

06.02.2006

Heilbronn

Zimmerbrand

07.02.2006

Bad Schönborn

Küchenbrand

07.02.2006

Bühl/Baden

Kaminbrand

12.02.2006

Hameln

Wohnungsbrand

02.03.2006

Kenzingen

Zimmerbrand

26.03.2006

Baienfurt

Zimmerbrand

29.03.2006

Reutlingen

Küchenbrand

07.04.2006

Bad Bentheim

Zimmerbrand

05.05.2006

Hameln

Küchenbrand

12.05.2006

Neckartailfingen

Küchenbrand

05.06.2006

Erlenbach

Küchenbrand

03.07.2006

Wuppertal

Wohnungsbrand

06.08.2006

Essen

Wohnungsbrand

13.08.2006

Essen

Wohnungsbrand

26.08.2006

Aitrach

Zimmerbrand

06.09.2006

Essen

Küchenbrand

05.09.2006

Schenkenzell

Zimmerbrand

20.09.2006

Notzingen

Wohnungsbrand

11.11.2006

Eiterbach

Gebäudebrand



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