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Einsatzübung bei "Huyck Wangner" zeigt Schwächen und Stärken auf.

Ein Bericht von CHRISTOPH B. STRÖHLE Reutlinger Generals-Anzeiger

ction pur am Dienstagabend auf dem Betriebsgelände von "Huyck Wangner" in Reutlingen: Um 19.48 Uhr lösten Mitarbeiter des Herstellers von Entwässerungssieben für die Papierindustrie den Alarm aus. Die Betriebs-Ersthelfer nahmen sich der Verletzten an. Kurz darauf steuerte ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Stadtmitte den Brandort an.

Abteilungskommandant Christian Wittel hatte die Rolle des Übungsleiters übernommen - denn um nichts anderes als eine Übung handelte es sich. Mit Argusaugen beobachtete er jeden Handgriff seiner Kollegen und machte sich Notizen für die Manöverkritik.

Das Szenario, ein ausgedehnter Industriehallenbrand, forderte vollen Einsatz. Markus Haid, als stellvertretender Abteilungskommandant mit der Leitung betraut, forderte unverzüglich einen zweiten Löschzug an, wobei die Teams dem Feuer von zwei Seiten zu Leibe rückten.

Zwei Jugendfeuerwehrleute, die vor dem Sprung in die aktive Wehr stehen, mimten überzeugend die Verletzten. Drehleiter, Großtanklöschfahrzeug und Atemschutzmasken kamen zum Einsatz. Ein Wechselladerfahrzeug mit Schaum-Abrollbehälter war ebenfalls vor Ort, wurde aber nicht benötigt, da das "Drehbuch" keine brennenden Flüssigkeiten vorsah.

"Übungen in dieser Größenordnung machen wir mindestens einmal pro Jahr", erläuterte Wittel. "Wir sind abwechselnd in verschiedenen Betrieben zu Gast." Dabei gehe es zum einen um das "Abarbeiten einer vorgegebenen Schadens- und Gefahrenlage"; andererseits würden das Notfallkonzept und die Erstversorgung im Betrieb erprobt. "Man sieht, dass hier vorbeugender Arbeits- und Brandschutz betrieben wird", attestierte der Abteilungskommandant den Betriebs-Verantwortlichen.

Mit Blick auf die Feuerwehr benannte er Schwächen und Stärken. Eine Einheit kam nicht an der vorgesehenen Stelle an; dadurch habe sich der Löschangriff zunächst verzögert, bemängelte er. Im Zusammenspiel mit der nachrückenden Einheit sei das allerdings ausgeglichen worden. Die Menschenrettung - in einer normalen Schicht sind bis zu 230 Beschäftigte auf dem Werksgelände - habe ebenso wie die Brandbekämpfung und der Schutz umliegender Gebäude gut funktioniert. (GEA)

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