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Hauptversammlung der Reutlinger Feuerwehr |
Am
Freitagabend stellte Feuerwehrkommandant Harald Herrmann vor rund 350
Angehörigen der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehrabteilungen, der
Jugendfeuerwehr und der Altersabteilung sowie einer Vielzahl von Gästen die
Einsatzzahlen des vergangenen Jahres vor und zog für die Feuerwehr Reutlingen
eine positive Bilanz für das Jahr 2006.
Als Gäste konnte Herrmann, trotz zweier Neujahrsempfänge – in Tübingen
und der FDP -, den Landtagsabgeordneten, Herrn Staatssekretär Dieter Hillebrand
(CDU) und Herrn Bürgermeister Peter
Rist in der Fahrzeughalle der Feuerwache begrüßen.
Ebenso waren wieder eine ganze Reihe von Stadträtinnen und Stadträte,
sieben Bezirksbürgermeister, der Leiter der Polizeidirektion, der Leiter des
Polizeireviers Reutlingen und sein Stellvertreter, der Rettungsdienstleiter des
DRK Reutlingen und die Vertreter der Hilfsorganisationen, vom DRK-OV, dem THW,
der DLRG und der Höhlenrettung Baden-Württemberg, der Kreisbrandmeister sowie Kommandanten
der Nachbarwehren anwesend.
Helmut
Kober, der stv. Feuerwehrkommandant führte durch die Tagesordnung und handelte
die Regularien der Hauptversammlung ab.
Unter
Tagesordnungspunkt 2 erläuterte Stadtbrandrat Harald Herrmann seinen Bericht.
Die 57 Einsatzbeamte der Berufsfeuerwehr und die 384 Angehörigen in den
Freiwilligen Abteilungen der Feuerwehr Reutlingen sowie die 15 Fachberater
mussten
1.215 Mal
im vergangenen Jahr ausrücken. Davon mussten
296
Brände bekämpft werden,
685 Technischen Hilfeleistungen bewältigt und zu
232 Fehleinsätzen ausgerückt werden.
107 Menschen wurden aus
lebensbedrohlichen Lagen gerettet, 11 Personen konnten nur noch tot geborgen
werden.
Als besondere Einsätze nannte Herrmann die Großbrände in Münsingen und
Tübingen, die Dachstuhlbrände in der Innenstadt und im alten Ortskern von
Gönningen sowie der Großbrand im Bosch Fertigungswerk in Rommelsbach am 31.12.
des Jahres 2006.
Neben den
aktiven Angehörigen gehören 113 Angehörige der Jugendfeuerwehr und 191
Angehörige der Altersabteilung und Ehrenmitglieder zur Feuerwehr. Der
Gesamtmannschaftsstand beträgt somit 756 Mitglieder.
2006 war ein besonderes Jahr, so Herrmann. Er erinnerte an das große
Brandunglück von 1726 in der Stadt Reutlingen, das sich zum 280 mal jährte.
Zu den
besonderen Ereignissen gehörte auch die Fußball-WM, bei der die Feuerwehr
Reutlingen ins nationale Sicherheitskonzept in Stuttgart mit eingebunden war
und die Dekontamination von Personen bei ABC-Lagen sicherstellte.
Im Oktober 2006 war die Wehr Gastgeber für den Landesfeuerwehrverband
Baden-Württemberg, seine Verbands- und Vereinsversammlung in Reutlingen
durchführte.
An dem, was die städtische Feuerwehr beim Großbrand bei Bosch geleistet
habe, könne man ermessen, dass sie ihren Preis wert ist, fand der zuständige
Feuerwehrbürgermeister Peter Rist. Diese Leistung verdiene höchsten Respekt und
Anerkennung. Er versprach den Feuerwehrangehörigen, dass die Stadt auch in
Zukunft die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit der Wehr schaffen und
die notwendigen Mittel dafür bereitstellen werde.
Herrmann forderte in seinem Ausblick für 2007 alle Feuerwehrangehörige
auf, als Repräsentanten der Feuerwehr für den Dienst in den Abteilungen im
Bekannten- und Freundeskreis zu werben. Die demografische Entwicklung werde es
in Zukunft schwieriger machen, genügend junge Leute in die Feuerwehr zu
bringen. „Bringt Eure Freunde und Bekannte mit zur Übung – wir können unsere
Arbeit sehen lassen“ bat er die Feuerwehrangehörigen.
Herrmann dankte seiner Führungsmannschaft, von den Gruppenführern bis zu
den Abteilungskommandanten, dass sie einen guten Job gemacht und ihre
Führungsaufgaben mit Bravur gelöst haben.
Zum
Schluss seines Berichtes stellte Harald Herrmann fest, dass die Feuerwehr auf
ihre Aufgaben gut vorbereitet und das Feuerwehrwesen in Reutlingen intakt ist.
Die Ziele des Jahres 2006 seien erreicht worden, das Klima in der Wehr stimme.
Er blicke daher mit großer Zufriedenheit auf das abgelaufene Jahr zurück.
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