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Orkan: Schäuble dankt
allen Einsatzkräften für Engagement im Katastrophenschutz |
Der Einsatz in Folge des Orkans ‚Kyrill’ zeigt deutlich,
dass der Katastrophenschutz in Deutschland gut aufgestellt ist“, sagte
Bundesminister Dr. Wolfgang Schäuble heute in Berlin. „In Verbindung mit den
exakten Wetterprognosen hat das deutsche Notfallsystem seine Leistungsfähigkeit
unter Beweis gestellt. Ein besonderer Dank gilt all den haupt- und
ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in der vergangenen Nacht im Einsatz
waren und sicher in den nächsten Tagen noch viel Arbeit leisten werden.
Dieses Engagement ist unbezahlbar“, sagte der
Bundesinnenminister weiter. Er betonte auch die Rolle der Arbeitgeber, ohne die
dieses zum größten Teil ehrenamtlich getragene Katastrophenschutzsystem nicht
funktionieren würde. „Mit der Freistellung ihrer Mitarbeiter leisten die
Arbeitgeber einen wichtigen Beitrag zum Wohle der Gesellschaft. Auch die Bürger
haben durch verständiges Verhalten viel zur Bewältigung der Lage beigetragen“,
erklärte Dr.Wolfgang Schäuble.
Noch kann der Schaden, den ‚Kyrill’
angerichtet hat, nicht beziffert werden. Erste Schätzungen gehen weit in die
Millionen. „Besonders hat es mich getroffen, zu erfahren, dass durch das
Unwetter Menschen ihr Leben verloren haben. Meine Gedanken sind bei den
Familien“, sagte der Bundesinnenminister.
Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu
190 Stundenkilometern fegte in der vergangenen Nacht der Orkan ‚Kyrill’ über
Deutschland hinweg. Bundesweit waren die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei,
Technischem Hilfswerk und Rettungsdiensten im Einsatz. Allein das THW, als
Einsatz- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, half in der vergangenen
Nacht mit 5.500 Kräften aus 330 Ortsverbänden. Zurzeit leisten bundesweit immer
noch etwa 1.400 THW-Einsatzkräfte Unterstützung, räumen Straßen und
Gleisanlagen frei und versorgen landwirtschaftliche Betriebe mit Strom.
Im Vorfeld des Orkans hatte das
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in Übereinstimmung mit
den Warnungen des Deutschen Wetterdienstes die Bevölkerung über
Selbstschutzmaßnahmen informiert. Im Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum des
Bundes und der Länder im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
(GMLZ), liefen die ganze Nacht hindurch alle Informationen zusammen. Im Verlauf
des Sturms hat das GMLZ über 200 eingegangene Meldungen ausgewertet und in vier
Lagemeldungen an über 150 Adressaten verteilt.
Auch die Bundespolizei hat sich
frühzeitig auf diese Sonderlage eingestellt und alle erforderlichen Maßnahmen
getroffen. Insgesamt sind während des Orkans in der Nacht vom 18. auf den 19.
Januar mehr als 2.400 Beamte der Bundespolizei zum Einsatz gekommen. Darüber
hinaus hat die Bundespolizei mehrere Hundertschaften bereitgehalten. Zur Bewältigung
der Auswirkungen des Orkans setzt die Bundespolizei bundesweit im Verlauf
des heutigen Tages über 3.700 Einsatzkräfte ein. Dabei haben sie vorrangig die
bahnpolizeiliche Aufgabenwahrnehmung verstärkt und die Evakuierung einiger auf
freier Strecke liegen gebliebener Züge sowie die Abwicklung des
Schienenersatzverkehrs unterstützt.
Im Rahmen seiner Informationsarbeit
zur Notfallvorsorge gibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK) auch Verhaltenshinweise zu Sturm- und Unwettergefahren.
Die BBK-Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt" und ein spezieller Flyer zum
Thema Unwettergefahren steht der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung.
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