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Orkan Kyrill Innenminister Rech dankt den Helfern

„Trotz aller Warnungen und Vorsichtmaßnahmen hat Orkan ‚Kyrill’ in Baden-Württemberg ein Todesopfer gefordert. Außerdem wurden mindestens 19 Menschen zum Teil schwer verletzt. Bei allem Schaden, den der Sturm angerichtet hat, lässt sich feststellen, dass die Einsatzkräfte im Land die Hinweise der Wetterdienste routiniert umgesetzt haben und bestens vorbereitet waren. Mein Dank gilt allen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 19. Januar 2007, in Stuttgart.

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, habe „Kyrill“ im gesamten Land Sachschäden in Millionenhöhe verursacht, eine genaue Summe sei momentan noch nicht zu beziffern. Nach bisheriger Lagebeurteilung habe der Orkan im Regierungsbezirk Karlsruhe die größten Schäden angerichtet. Am Donnerstag sei der Verkehr auf Straße, Schiene, Wasser und in der Luft stark beeinträchtigt gewesen. Die Bahn habe am gestrigen Abend vorsorglich den Verkehr eingestellt. Mittlerweile würde der Zugverkehr langsam wieder anlaufen, es sei aber den ganzen Tag über mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

In Reilingen (Rhein-Neckar-Kreis) sei ein Mann ums Leben gekommen, als ein anderen Autofahrer mit seinem Wagen einem umstürzenden Baum ausweichen wollte und dabei in den Gegenverkehr geriet. Der Unfallverursacher wurde dabei schwer verletzt. Ein Feuerwehrmann sei bei Aufräumarbeiten in der Nähe von St. Georgen von einem umstürzenden Baum schwer verletzt worden. Im Landkreis Schwäbisch Hall hätten umgestürzte Bäume einen Schulbus mit 25 Kindern behindert. Helfer hätten die Kinder unverletzt in Sicherheit gebracht. Im Bereich Freudenstadt sei ein voll besetzter Schulbus von einer umstürzenden Tanne getroffen worden. Der Bus sei zwar beschädigt worden, habe aber seine Fahrt fortsetzen können. Die Schulkinder seien durch die umstürzende Tanne nicht verletzt worden.

Nachdem der Orkan eine Starkstromleitung zerrissen habe, sei im Alb-Donau-Kreis eine Schilffläche in der Größe von zwei Fußballfeldern in Brand geraten. In Karlsruhe sei ein Baum auf sieben geparkte Autos gestürzt. Im Kreis Karlsruhe sei kurzzeitig der Strom ausgefallen, als Sturmböen die Leitungen beschädigt hätten. Die Wasserschutzpolizei habe auf dem Bodensee zwei in Seenot geratene Windsurfer gerettet. In Stuttgart habe die Polizei das Gebiet um das Alte Schloss abgesperrt, da die 1,8 Tonnen schwere Nachbildung der württembergischen Königskrone bei den hohen Windgeschwindigkeiten vom Dach des Alten Schlosses zu stürzen drohte.

Die Polizei habe seit gestern Nachmittag landesweit zusätzlich 1.600 Beamtinnen und Beamte eingesetzt, die von fünf Einsatzzügen und einer Einsatzhundertschaft der Bereitschaftspolizei unterstützt worden seien. Die Feuerwehr und das Technische Hilfswerk sind ebenfalls im gesamten Land mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Insgesamt seien in Baden-Württemberg in der Nacht 41 Kreis-, Landes- und Bundesstraßen nach Windbruch oder vorsorglich gesperrt worden. Darüber hinaus seien zahlreiche Gemeindeverbindungs- und Waldwege aufgrund umgestürzter Bäume unpassierbar gewesen. Auch weiterhin sei auf den Straßen mit Behinderungen beziehungsweise Sperrungen zu rechnen, da die Aufräumarbeiten andauern.

Quelle: Innenministerium



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