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50 Jahre Restaurant und
Gästehaus St. Florian |
Präsident Dr. Frank Knödler
eröffnete den Festakt zum 50. Geburtstag des Restaurant und Gästehauses „St.
Florian“ am Titisee mit den Worten von Antoine de Saint-Exupéry, “Man kann
nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges
legen – denn Zukunft kann man bauen“. Damit erinnerte er an die Einweihung des Sozialwerkes der Feuerwehren
Baden-Württembergs vor 50 Jahren und begrüßte eine Vielzahl von Gästen,
darunter auch den Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Heribert Rech.
Knödler erinnerte an die 50
jährige Gesichte, die am heutigen Tage mit der Grundsteinlegung für den Neubau
der Bauteile A und D fortgesetzt werde. Er danke auch dem Land für die
Unterstützung dieser Einrichtung. Damit komme das Land nicht nur seinem
Auftrag, die Städte und Gemeinden bei der Aufstellung und Ausrüstung der
Feuerwehren zu unterstützen nach, nein es beziehe damit auch den Menschen in
den Feuerwehren mit ein.
„Sankt Florian war und ist
für das baden-württembergische Feuerwehrwesen mehr als nur ein Gästehaus. Im
Rückblick gesehen, war Sankt Florian vielleicht sogar der entscheidende
Kristallisationspunkt für die Einheit der Feuerwehren in unserem Land.“ Das
sagte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 26. Mai 2006, beim Festakt zum
50-jährigen Jubiläum des Feuerwehr-Gästehauses Sankt Florian in
Hinterzarten-Bruchhalde am Titisee und bei der Grundsteinlegung für einen
Erweiterungsbau. Rech überbrachte zugleich die Grüße von Ministerpräsident
Günther H. Oettinger und der gesamten Landesregierung.
Ohne die Ehrenamtlichen in
den Freiwilligen Feuerwehren wäre das Feuerwehrwesen nach den Worten des
Innenministers nicht bezahlbar. Und ohne Selbstverantwortung und
Selbstverwaltung würde es vermutlich nicht über 120.000 Feuerwehrangehörige im
Land geben. „Ich danke allen Feuerwehrangehörigen für ihr eindruckvolles
Engagement und halte es für eine außerordentlich wichtige Aufgabe, die
Feuerwehren zu unterstützen. Aus diesem Grund wird das Land das Gästehaus mit
4,5 Millionen Euro fördern“, sagte Rech.
Das Haus habe nach der
Gründung des Landes Baden-Württemberg im April 1952 die Feuerwehren aus Baden,
Südwürttemberg - Hohenzollern und Württemberg-Baden zusammengeschweißt. Ohne
Sankt Florian wäre es den Feuerwehren im jungen Land ähnlich ergangen, wie
vielen anderen Verbänden, die über Jahrzehnte hinweg, teilweise bis heute, die
Einheit Baden-Württembergs in ihren Verbandsstrukturen nicht nachvollzogen
hätten.
Rech: „Der damalige
Badische Landesfeuerwehrverein und der Württembergische Landesfeuerwehrverband
hatten eine Vision: Sie wollten zusammen ein Feuerwehrerholungsheim im
Südwesten“. Die einmütigen Anstrengungen zur Finanzierung und die gemeinsame
Freude an diesem Sozialwerk hätten die Feuerwehrleute Badens und Württembergs
einander schnell nähergebracht. Noch lange bevor der Landesfeuerwehrverband für
ganz Baden-Württemberg gegründet wurde, hätten die Verantwortlichen mit der
Gründung des Vereins „Baden-Württembergisches Feuerwehrheim Titisee e.V.“ den
Grundstein für das kameradschaftliche Miteinander gelegt. „Die Feuerwehren
haben an Sankt Florian beispielgebend vorgemacht, wie man Organisationen und
Strukturen zusammenführt“, betonte der Innenminister. Das zeige einmal mehr,
was der Gemeinschaftssinn der Feuerwehren bewirken kann. Das Gästehaus sei ein
überzeugendes Beispiel für die Umsetzung des Feuerwehr-Leitspruchs „Einer für
Alle, Alle für Einen.“
„Wir feiern in diesem Jahr nicht
nur das 50-jährige Jubiläum von Sankt Florian, sondern blicken auch auf 50
Jahre Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg zurück“, sagte Rech. Die damals
geltenden drei Feuerwehrgesetze seien 1956 zu einem vereint worden. Damit stehe
die Geschichte des Feuerwehrgesetzes mit der Geschichte von Sankt Florian in
Einklang.
Dieses erste gemeinsame
Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg sei ein Spiegelbild der Vielfalt im Land und
seiner Stärken. „Demokratische Ideen von den freiheitsliebenden und liberalen
Badenern sind darin ebenso enthalten wie Impulse der ökonomisch denkenden oder
- besser gesagt - sparsamen Schwaben. Die Finanzierung aus Mitteln der
Feuerschutzsteuer ist beispielsweise württembergisch und trägt wesentlich zur
Funktionsfähigkeit der Feuerwehren bei“, sagte der Innenminister.
Das Gästehaus Sankt Florian
stehe vor einem Aufbruch, genau wie das Feuerwehrgesetz. Beide müssten nun fit
für die Zukunft gemacht werden. Das Gästehaus werde in den nächsten Jahren
modernisiert. Und das Feuerwehrgesetz werde in dieser Legislaturperiode
novelliert. Bei beiden Projekten gehe es nicht darum, etwas völlig Neues zu
schaffen, sondern darum, das Vorhandene behutsam in die Zukunft zu führen. Es
gelte die Feuerwehren zu erhalten und sie weiterhin zu stärken, so Rech.
Im Anschluss an den Festakt
fand die Grundsteinlegung für die Häuser A und D statt.
Quelle: Innenministerium
und Feuerwehr Reutlingen
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