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Waldbrandgefahrenprognose für Deutschland |
Eine
tagesaktuelle Information über die Waldbrandgefahr in Deutschland erhalten Sie
über die Internetadresse: http://www.agrowetter.de" und dort unter
„AGROWETTER allgemein“ (Button links im Bild) und danach unten links den Button
„Waldbrandgefahrenprognose“
Während
der Waldbrandsaison (März bis Oktober) stellt der DWD täglich aktualisierte
Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland bereit (außerhalb dieser Zeit
erscheint zur allgemeinen Information lediglich ein Testbild). Die Berechnung
der Waldbrandgefahr erfolgt auf der Basis des M-68-Modells. Da es international
üblich ist, die Waldbrandgefährdung durch die Stufen 1 bis 5 zu beschreiben,
wird diese Einteilung auch auf das M-68-Modell angewendet, welches eigentlich
die Stufen 0 bis 4 vorsah.

Die auf der Internetseite abgebildete Karte stellt die
aktuelle Waldbrandgefährdung nach internationaler Stufeneinteilung in
regionalisierter Form dar. Hierzu wurden die Indizes von ca. 200 irregulär
verteilten Stationspunkten über dreidimensionale topographische Regressionsalgorithmen
auf ein äquidistantes 1-km Raster abgebildet, um einen Überblick über die
Gefahrensituation zu geben.
Durch Anklicken der
nach Gefahrenklasse eingefärbten Stationskreise öffnet sich rechts oben ein
Fenster mit einer stationsbezogenen tabellarischen Zeitreihe des
Waldbrandindexes. Diese Zeitreihe deckt sowohl den aktuellen Berechnungstag als
auch zwei Vor- und drei Folgetage ab. Aus dem zurückliegenden Geschehen und aus
der Prognose lassen sich die Trends der Waldbrandgefahr ablesen.
Berechnung der Waldbrandgefahr
Das M-68-Modell wurde
bereits vor drei Jahrzehnten in den jetzt ostdeutschen Bundesländern eingeführt
und hat sich als sehr zuverlässig erwiesen. Es greift auf Mittagswerte der
Lufttemperatur, der relativen Luftfeuchte, der Windgeschwindigkeit und auf
24-stündige Niederschlagssummen sowie - während der Frühjahrsmonate - auf
morgendliche Schneehöhenmessungen zurück. Maßgeblich für die Bewertung der
Brandgefahr sind jedoch nicht allein meteorologische Parameter, sondern es
spielt auch der Vegetationsstand eine wesentliche Rolle. Deshalb wird durch
Zeigerpflanzen die phänologische Entwicklung des Waldbodenbewuchses und des
Kronenraums abgeschätzt. Wenn das frische Ergrünen der Bodenvegetation und die
Belaubung der Kronen abgeschlossen sind, wird die Ausbreitung der Waldbrände
gedämpft und die Gefahr niedriger bewertet. Allerdings sind nicht alle
Baumarten gleichermaßen zündanfällig. Waldbrandstatistiken zeigen, dass
unterschiedliche Bestandstypen in unterschiedlichem Maße von Waldbränden bedroht
sind. Es hat sich deshalb als sinnvoll und ausreichend erwiesen, die
Waldlandschaften - je nach ihrer Zünd- und Brennfähigkeit - in drei
unterschiedliche Klassen zu unterteilen. Die mit dieser Klasseneinteilung
verbundenen Gefährdungskorrekturen werden bei der abschließenden Bewertung des
Waldbrandrisikos berücksichtigt.
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