Diplom-Ingenieur Michael Willms sei seit seinem 18. Lebensjahr eng mit der Feuerwehr verbunden. Er sei mit dem Studium der Sicherheitstechnik mit Fachrichtung Brand- und Explosionsschutz, das er im März 2000 mit der Diplomprüfung abgeschlossen habe, besonders prädestiniert für die Arbeit im Dienste der Feuerwehr. Nach der Ausbildung im höheren feuerwehrtechnischen Dienst und aufgrund seiner beruflichen Stationen bei den Berufsfeuerwehren in Bochum, Hamburg, Düsseldorf, Karlsruhe, beim hessischen Innenministerium und an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal habe Willms nicht nur eine Menge Erfahrung, sondern auch einen ausgezeichneten Ruf. Besonders die Ausbildung im Katastrophenschutz habe er mit aufgebaut und bereits eine Reihe von Stabsmitgliedern bei den Landratsämtern, den Regierungspräsidien und den Ministerien aus- und fortgebildet. Auch die Vorbereitung und die Durchführung der bundesweiten Katastrophenschutzübung LÜKEX 2004 sei eng mit seinem Namen verbunden.
"Mit der Bestellung von Thomas Neu zum weiteren stellvertretenden Schulleiter für Verwaltung und Organisation wollen wir unsere Landesfeuerwehrschule noch besser auf künftige Aufgaben vorbereiten und so die Führungsspitze insgesamt stärken", sagte der Innenminister. Der Diplom-Chemiker und aktive freiwillige Feuerwehrmann sei seit 1989 an der Landesfeuerwehrschule und stehe für Praxisorientierung und begeisternden Unterricht. Seit vielen Jahren leite Neu die Abteilung Umweltschutz, wobei der Planung und dem Bau der Übungseinrichtung "Gefahrstoffe" sein besonderes Augenmerk gegolten habe. Rech: "Ich weiß unsere Landesfeuerwehrschule bei der neuen Führungsspitze in guten Händen und bin sicher, dass Sie Ihre Aufgaben bravourös meistern werden."
Das Besondere an der Landesfeuerwehrschule Bruchsal ist nach den Worten des Innenministers, dass sie ihr Motto "Ausbildung zum Begreifen" praxisnah umsetzt. Kenntnisse über Geräte und Maschinen sowie die Fähigkeit im Umgang damit könnten am besten durch praktische Schulung erlernt werden. Allein das Begreifen sei eine wichtige Komponente des Lernens. Erst die Antwort auf die Frage "Warum so und nicht anders?" erlaube es dem Lernenden, seine Kenntnisse unterschiedlichen Situationen anzupassen. Von Feuerwehrmännern und -frauen werde erwartet, dass sie eigenverantwortlich handelten. Dazu müssten sie oft in Sekundenbruchteilen entscheiden, was zu tun ist. "Nur wenn sie in der Lage sind, in Gefahrensituationen unter Stress richtig zu handeln, können Leben und Bürger geschützt werden", betonte Rech.
Dass dies in Baden-Württemberg offensichtlich sehr gut funktioniere, zeige ein Blick in die Statistik. Während in den USA beispielsweise 19 Brandtote pro eine Million Einwohner zu beklagen seien, in Schweden und England 13, seien es deutschlandweit acht und in der Schweiz sowie in Baden-Württemberg nur fünf. "Dazu trägt sicherlich auch die gute Ausbildung und die landesweite Präsenz starker Feuerwehren in jeder unserer Gemeinden bei", lobte der Innenminister.
Auch dem Training von Körper und Geist werde in Bruchsal eine große Bedeutung beigemessen. Dieses Zusammenspiel müsse immer und immer wieder wirklichkeitsnah geübt werden. Wenn der Feuerwehrangehörige in seiner Ausbildung die Wirkung von Rauch, Brandwärme und verdampfendem Löschwasser kennen lerne, werde er im Ernstfall überlegter und somit überlegener handeln. Dies sei nicht zuletzt auch im Interesse seiner eigenen Sicherheit entscheidend.
"Gerade die Eigengefährdung und die richtigen Schutzmaßnahmen sind für mich wichtiger Bestandteil des Ausbildungsauftrags der Landesfeuerwehrschule. In den letzten Wochen wurde uns leider auf tragische Art und Weise das Risiko vor Augen geführt, in das sich tagtäglich die Feuerwehrangehörigen begeben", sagte Innenminister Heribert Rech. Sie riskierten ihre Gesundheit und ihr Leben. Er sei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesfeuerwehrschule dankbar, dass sie durch die praxisorientierte Ausbildung effiziente und schützende Verhaltensmuster vermittelten.
"Feuerwehrangehörige werden dafür ausgebildet, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zuzupacken. Sie haben gelernt, im Team zu handeln und füreinander einzustehen. Gemeinschaftssinn, Zuverlässigkeit und Tatkraft - das sind keine Fremdworte für Feuerwehrleute, sondern Bestandteil ihres Persönlichkeitsbildes", betonte der Innenminister abschließend.
Quelle: Innenministerium
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