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Einsatz von Druckluftschaum |
Baden-Württemberg: Landesbranddirektor Hermann Schröder gibt Hinweise
für den Einsatz von Druckluftschaum bei der Brandbekämpfung
Bei der laufenden Untersuchung des tödlichen Unfalls der beiden
Feuerwehrmänner bei einem Brandeinsatz in Tübingen am 17. Dezember vergangenen
Jahres ist die vom Innenministerium eingesetzte Unfallkommission auf ein bisher
nicht bekanntes Problem bei der Verwendung von Feuerwehrschläuchen gestoßen.
Genormte Schläuche, die seit Jahrzehnten auch gegen brandtypische Wärmebelastung
ihre Widerstandsfähigkeit tagtäglich unter Beweis stellen, platzen relativ
schnell, wenn in ihnen nicht Wasser, sondern Schaum befördert wird. Sie
verlieren unter Wärmeeinwirkung rasch ihre Festigkeit.
Landesbranddirektor Hermann Schröder hat die Feuerwehren in
Baden-Württemberg und die Ministerien der anderen Bundesländer umgehend darüber
informiert. "Das schnelle Platzen der Schläuche kann unsere Einsatzkräfte
bei der Brandbekämpfung in Gebäuden, also beim so genannten Innenangriff, vor
plötzliche und unvorhersehbare Gefahrensituationen stellen. Unabhängig davon,
ob dies in kausalem Zusammenhang mit den tödlichen Unfällen in Tübingen steht,
haben wir aus Sorge um die Sicherheit jetzt unserer Feuerwehrleute umgehend von
diesen Sachverhalt unterrichtet", sagte Schröder am Mittwoch, 18. Januar
2006, in Stuttgart.
"Den Feuerwehren geben wir besondere Empfehlungen, wie sie bei der
Verwendung von Druckluftschaum vorgehen sollen", so der
Landesbranddirektor. "Dies gilt vor allem beim Innenangriff, wenn die
Druckschläuche beispielsweise mit glühenden, brennenden oder anderweitig
erwärmten Teilen in Berührung kommen könnten. Das Druckluftschaumverfahren, das
eine Verbesserung in der Brandbekämpfung bedeutet, weil es unter anderem
Löschwasserschäden verringert, kann unter Beachtung dieses Warnhinweises
ansonsten weiterhin angewendet werden. Eine abschließende Bewertung kann erst
nach umfangreichen Versuchen abgegeben werden."
Das Innenministerium habe die Hersteller von Druckluftschaumanlagen und
den für Schläuche zuständigen Normausschuss in das weitere Verfahren bereits
einbezogen. Wichtig sei auch, dass neben den polizeilichen Ermittlungen auch
alle eventuell vorhandenen gerätetechnischen und taktischen Konsequenzen aus
dem Unfall gezogen würden. "Wir sind dies vor allen Dingen auch den toten
Feuerwehrkameraden und ihren Angehörigen schuldig", betonte der
Landesbranddirektor.
dazu auch vom Innenministerium Baden-Württemberg:
Hinweise für den Einsatz von Druckluftschaum bei der
Brandbekämpfung
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