Archiv > Archiv 2006 > Aktuelle Berichte

Vogelgrippe-Hotline

Vogelgrippe-Hotline des Landkreises Reutlingen eingerichtet
Tel. 07121-480 5311

(Pressemiteilung Nr. 23/2006 des Landratsamtes Reutlingen)

Das Kreisveterinäramt hat deshalb alle Vorkehrungen getroffen, die sicherstellen sollen, ggf. eine mögliche Ausbreitung des Virus im Landkreis Reutlingen zu verhindern.

Immer wieder werden auch in dieser Jahreszeit Vögel gefunden, deren Tod aber in keinerlei Zusammenhang mit der Vogelgrippe steht. So erhielten das Kreisveterinäramt und die Polizeidirektion Reutlingen am vergangenen Wochenende kreisweit etwa 15 Anrufe über aufgefundene tote Wildvögel oder Tauben. „Sensibilität ist in der jetzigen Situation wichtig.

Unser Ziel ist es, auf die jetzige Situation mit Augenmaß aber konsequent zu reagieren“, so Dr. Anne Schwörer, Leiterin des Kreisveterinäramts. Im Zweifel gehe die Sicherheit der Menschen vor. Wie vom Landwirtschaftsministerium empfohlen, hat das Kreisveterinäramt die Städte und Gemeinden im Landkreis gebeten, die Bergung und Entsorgung einzelner tot aufgefundener Vögel zu übernehmen. Das Auffinden einzelner toter Vögel sollte deshalb bei unklarem Sachverhalt auch zunächst dem jeweiligen Rathaus oder der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden. Selbstverständlich steht das Kreisveterinäramt den Städten und Gemeinden zur Seite.

Tote Schwäne, Enten, Gänse oder Greifvögel hingegen werden unverzüglich unter Einbeziehung der Amtstierärzte von Fachpersonal der Kreisverwaltung geborgen und die Kadaver einer Untersuchung zugeführt. Dies hat das Landwirtschaftsministerium für alle Veterinärbehörden im Land ausdrücklich so geregelt. Das Kreisveterinäramt entscheidet über weitergehende Maßnahmen vor Ort.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Behörde z.B. darauf, ob mehrere Vögel an ein und derselben Stelle oder im näheren Umkreis verendet sind.

Für den Fall, dass ein Verdachtsfall in einer Nutztierhaltung auftritt, koordiniert das Krisenzentrum in Landratsamt Reutlingen unter der Leitung von Landrat Thomas Reumann die weitere Vorgehensweise.

Das Vogelgrippevirus ist auf den Menschen nur bei sehr intensivem Kontakt mit dem infizierten Tier übertragbar. „Deshalb hat das Kreisveterinäramt genügend Schutzanzüge, -masken, -handschuhe und Absperrmaterial bevorratet. Auch die Logistik für den schlimmsten Fall steht“, so Dr. Schwörer.

Wegen der vielen Fragen im Zusammenhang mit der Vogelgrippe hat auch die Bundesregierung eine Informations-Hotline eingerichtet, an die sich die Bürger wenden können. Sie ist von Montag bis Freitag, 9.00 bis 17.00 Uhr, unter den Telefonnummern 01888-529-4601,-4602,-4603,-4604,-4605 erreichbar. Weitere Informationen: Homepage des Ministeriums unter www.bmelv.de

Zu erreichen ist das Kreisveterinäramt in Reutlingen unter

Telefon 07121/480-5310,
per Fax 07121/480-1815 oder
E-Mail: vetamt@kreis-reutlingen.de

zurück