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Der große Stadtbrand in Reutlingen 1726

Vortrag von Anke Bächtiger in der Citykirche (Nikolaikirche)

Am 25. September 2006 lädt der Reutlinger Geschichtsvereins um 20.00 Uhr in die City-Kirche zum Thema "Der große Brand von Reutlingen" ein. Anke Bächtiger M.A., Tübingen/Heimatmuseum Reutlingen spricht über das Brandunglück, das am 23. September 1726 drei Tage lang, vom 23. bis 25. September 1726 in der Stadt wütete und Vier-Fünftel der Gebäude in Schutt und Asche legte. Die Wunden, die damit in die Stadt gebrannt wurden, sind heute noch spürbar, obwohl das Ereignis jetzt 280 Jahre zurückliegt.

Für die Menschen war es eine doppelte Katastrophe. Sie hatten nicht nur Hab und Gut verloren, sondern wurden auch schuldig gesprochen, weil man den Brand als Strafe Gottes für das angeblich lasterhafte Leben in der Reichsstadt interpretierte.

Am 27. Oktober 1726 wurde in der unversehrt gebliebenen Nikolaikirche, der heutigen Citykirche, die erste Brandpredigt gehalten und dieser Tag fortan als allgemeiner Buß-, Bet- und Fast-Tag bestimmt.

Für die Reutlinger begannen danach schwierige Jahre des Wiederaufbaus, die nur durch Spenden und hohe Verschuldung zu bewältigen waren.

Der Vortrag erinnert an die Brandkatastrophe vor 280 Jahren und, am authentischen Ort, an die Tradition der Brandpredigt. Das Ensemble für Alte Musik und das Blockflötenensemble der Musikschule Reutlingen, beide unter Leitung von Susanne Eißler, umrahmen den Abend mit Musik aus dem 18. Jahrhundert.

Zimmerbrand in der Reutlinger Altstadt -
solche Brände haben sich früher zu einem Stadtbrand - wie in dem Stich vom Augsburger Kupferstecher Gabriel Bodenehr von 1727 dargestellt - entwickelt.

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