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26 Jahre
altes Tanklöschfahrzeug wird ersetzt
Der
Finanzauschuss des Gemeinderates hat in seiner öffentlichen Sitzung am
Donnerstagabend die Ersatzbeschaffung eines Tanklöschfahrzeuges TLF 20/40-S
beschlossen. Das neue Fahrzeug wird das Tanklöschfahrzeug TLF 24/50 aus dem
Jahre 1979 ersetzen.
Feuerwehrkommandant
Harald Herrmann und der Technik-Chef Martin Reicherter erläuterten die fachliche
Notwendigkeit des Fahrzeuges.
Das vorhandene, inzwischen 26
Jahre alte Fahrzeug ist technisch veraltet, verbraucht und weist bereits
erhebliche Mängel auf. Der Tank des Fahrzeuges und die Pumpenzuleitungen weisen
immer wieder Undichtheiten auf.
Das Tanklöschfahrzeug TLF
20/40-S (Nachfolger der TLF 24/50) ist als Zubringerfahrzeug für große Wasser-
und Schaummittelmengen bei Bränden im Industriebereich, auf den Bundesstraßen
und bei Waldbränden notwendig.
Das Fahrzeug verfügt über
knapp 5.000 l Wasser und 500 kg Schaummittel wird vor allem dort zum Einsatz
kommen, wo die Wasserversorgung nicht oder nicht ausreichend vorhanden ist. Es
ergänzt die vorhandenen Hilfeleistungs-löschfahrzeuge, die wesentlich weniger
Wasser mitführen.
Aufgrund der Mitteilungsvorlage „Stellungnahme zum Entwurf des Luftreinhalteplan
Reutlingen-Tübingen“, Gemeinderatsdrucksache 05/050/02 Punkt 2.4, musste ein schadstoffarmes, mit Maßnahmen zur
Rußpartikelreduzierung ausgestattetes Fahrzeug nach EURO 4-Norm beschafft
werden.
Beim
derzeitigen Stand der Technik konnten nur die Firmen MAN und Scania die
Technologie bestehend aus Abgasrückführung (NOx-Reduzierung) und PM-Kat
(Partikelreduzierung) ohne Beimengung eines Additivs anbieten.
Die
Alternative der SCR-Technologie (Daimler Chrysler und IVECO) mit Zumengung des
Additivs „AdBlue“ ist für den Betrieb in der Feuerwehr ungeeignet. Die Gründe
liegen hier in der noch fehlenden Infrastruktur, der fehlenden Sicherheit, dass
AdBlue über die Laufzeit des Fahrzeugs von 25 Jahren als eingeführte Technik
verfügbar ist sowie der begrenzten Lagerfähigkeit des Additivs unter eng
definierten Bedingungen (lt. BASF bei max. 25°C min. 6 Monate haltbar, ab –11°
gefroren).
Die Firma
Scania kann die Forderung des automatisierten Getriebes ohne Kupplungspedal,
wie im Leistungsverzeichnis des Fahrgestells beschrieben nicht erfüllen. Aus
diesem Grunde stand für die Vergabe des Fahrgestelles nur ein Anbieter zur
Verfügung.
Im
Verhandlungsverfahren wurde das Fahrgestell an die Firma MAN vergeben.
Der Aufbau, die
Feuerlöschkreiselpumpe und die Beladung wurden nach dem Vergaberecht europaweit
wie auch im Staatsanzeiger ausgeschrieben.
Den Zuschlag erhielt der günstigste
Bieter, die Fa. Lentner, in Grafing. Die feuerwehrtechnische Beladung wurde Artikelweise ausgeschrieben, da
einzelne Artikel nur im Alleinvertrieb angeboten werden.
Die
Gesamtkosten für das Fahrzeug belaufen sich auf rund 340.000 €. Das Land
Baden-Württemberg fördert die Beschaffungsmaßnahme mit einer Zuwendung in Höhe
von 88.880,00 € vor.
Nachdem der Finanzauschuss der
Beschaffung einstimmig zugestimmt hat, wird das Fahrzeug wird voraussichtlich
im 3. Quartal 2006 der Reutlinger Feuerwehr zur Verfügung stehen können.
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