Feuerwehr: Sofortinformation der Bevölkerung muss verbessert werden
24.08.2005, Berlin – Die Feuerwehren warnen angesichts der Flutkatastrophe
in der Alpenregion vor einer gefährlichen Sicherheitslücke: „Nach dem Abbau
der Luftschutzsirenen fehlen die Möglichkeiten, die betroffenen Menschen zu
jeder Zeit und mit dem notwendigen Weckeffekt zu erreichen“, sagt Bernd
Pawelke, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).
Der Spitzenverband der Feuerwehren fordert deshalb, Rauchwarnmelder für
Privatwohnungen mit einem zusätzlichen Funkchip auszustatten und zur Warnung
der Bevölkerung einzusetzen. Eine entsprechende Initiative bei Bund und
Ländern hat der Deutsche Feuerwehrverband gestartet.
Nachts brauchen wir immer einen Weckeffekt
„Bei der aktuellen Katastrophe haben uns in Bayern eine ausreichende
Vorwarnzeit und die guten Vorbereitungen in den Hochwassergebieten geholfen
“, sagt Feuerwehr-Vizepräsident Pawelke. „Darauf können wir uns aber nicht
immer und überall verlassen. Wenn eine Region nachts von einer Flutwelle
oder einem anderen Ereignis überrascht wird, sind Lautsprecherdurchsagen und
Rundfunkmeldungen nur dann wirkungsvoll, wenn wir vorher ein Wecksignal
geben können. Rauchmelder können diese gefährliche Warnlücke schließen“,
betont Pawelke.
Rauchwarnmelder in Privatwohnungen sind bereits in Hamburg, Hessen,
Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Schleswig-Holstein gesetzlich
vorgeschrieben. Pawelke: „Die häusliche Sicherheit könnte mit einem Funkchip
also einfach und zuverlässig um die Warnwirkung im Katastrophenfall ergänzt
werden.“
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