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Hauptversammlung

Hauptversammlung der Reutlinger Feuerwehr

Vieles hat sich seit der letzten Hauptversammlung im Jahre 2001 getan bei der Reutlinger Feuerwehr . Die sichtbarste und wohl auch wichtigste Veränderung in dieser Zeit stand bei der Hauptversammlung am 23. Januar 2005 im Mittelpunkt des Geschehens:

  • der Bau der neuen Feuerwache in der Hauffstraße, die im Mai 2003 bezogen wurde.

Kommandant Stadtbrandrat Harald Herrmann erläuterte ausführlich und multimedial seinen Bericht. Neben dem Umzug in die neue Feuerwache hob der Kommandant besonders den Bau des neuen Feuerwehrhauses in Degerschlacht wie auch die Entscheidung über die Einrichtung einer Abteilung Berufsfeuerwehr als wichtigste Änderungen hervor.

Nach der „überwundenen Führungskrise“ stehe die Reutlinger Feuerwehr stärker denn je da. Neben den sehr bewegten Veränderungen hatte die Reutlinger Feuerwehr ihre eigentliche Aufgaben im Brand- und Gefahrenschutz zu bewältigen.

Im Berichtszeitraum von 2001 bis 2004 waren insgesamt 5 362 Einsätze zu bewältigen.

1 046 mal rückte die Reutlinger Feuerwehr zu Bränden aus; in 3 268 Fällen war technische Hilfeleistung erforderlich. Ebenso mussten 1 048 Fehleinsätze verzeichnet werden.

In dieser Zeit wurden durch die Feuerwehr 590 Menschen gerettet; für 70 Menschen kam auch die schnelle Hilfe der Rettungsmannschaften zu spät. Als besondere Einsätze nannte Herrmann die Milzbrandverdachtsfälle im Briefzentrum, das schwere Unwetter über der Reutlinger Nordstadt, das den ersten Katastrophenalarm nach 57 Jahren zur Folge hatte, den Großbrand im Geflügelhof Zeeb in Sickenhausen, den Großbrand in der Discothek Black Mustang und in der Textilfabrik Detzel in Betzingen sowie den Großbrand im Altenheim EBK in Dettingen / Erms.

Herrmann ging auch auf die angespannte Arbeitsmarktlage sowie die wachsenden Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehrleute ein. „Mancher Kamerad ringt innerlich mit den Gedanken, ob er durch seinen Einsatz bei der Feuerwehr nicht seinen Arbeitsplatz gefährdet“.

Er bat die Oberbürgermeisterin diesen Punkt auch in Ihren Gesprächen mit der IHK und der Handwerkskammer aufzunehmen und sich bei den Arbeitgebern für die stete Freistellung der Feuerwehrleute zu bedanken.

Oberbürgermeisterin Frau Barbara Bosch dankte den Feuerwehrleuten für Ihr Engagement und stellte hervor, dass die internen Umstrukturierungsprozesse der Feuerwehr auch in der Verwaltung Vorbild seien.

Nicht ganz einig waren sich Oberbürgermeisterin und Kommandant in Sachen Finanzen. Seit 1996, so Herr Herrmann, seien alle Haushaltstellen intensiv durchforstet und Einsparungen in allen Bereichen erreicht worden. Die Feuerwehr habe seit 2001 Einsparungen im Verwaltungshaushalt in Höhe von 623 000 € erbracht. Die angeblich „heilige Kuh“ sei schon lange geschlachtet, wehrte er weitere Einsparmaßnahmen ab.

In finanziell engen Zeiten „müssen wir unterscheiden zwischen wünschenswert und notwendig“ kündigte Frau Bosch an. Jede Frage muss gestellt werden, es darf keine Tabus geben. Jedes Hinterfragen und jede Diskussion sei erlaubt. Wie letztlich dann die Entscheidungen ausfallen bleibe jedoch offen

Die Oberbürgermeisterin erinnerte in Ihrer Rede daran, dass der Gemeinderat mutig die neue Drehleiter und vier neue Mannschaftstransportwagen bewilligt hätte.

Anlässlich der Hauptversammlung wurden verdiente Feuerwehrangehörige geehrt.

Für 40 Jahre aktive Feuerwehrdienstzeit bekamen:

  • Ulrich Herrmann, Berufsfeuerwehrund

  • Adolf Schöllkopf Abt. FF Bronnweiler

das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold.

Die silberne Auszeichnung für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst bekamen:

  • Erich Diebold Abt. FF Altenburg

  • Armin Fritz Abt. FF Sondelfingen

  • Philipp Gatellier Abt. FF Gönningen

  • Klaus Höness Berufsfeuerwehr

  • Klaus Jürgen Hörsch Abt. FF Stadtmitte

  • Karl Jäger Berufsfeuerwehr

  • Dieter Maier Abt. FF Sickenhausen

  • Udo Müller Abt. FF Stadtmitte und

  • Edgar Pregizer Abt. FF Oferdingenn.

Eine besondere Ehrung wurde außerdem dem überraschten Ortsverbandsvorsitzenden des THW Reutlingen, Falk Schlipphak, zuteil. Für besondere Verdienste wurde der Ortsbeauftragte mit der silbernen Ehren

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